Es kann losgehen.
Heute ist die erste Hälfte dran.
Da man das Antifouling auf keinen Fall trocken abschleifen soll (der Staub ist ja nicht gerade gesundheitsfördernd) habe ich mich entschieden, es abzubeizen. Von Yachtcare gibt es einen speziellen Antifouling-Abbeizer.
Nach rund einer Stunde Einwirkzeit läßt sich die Farbe mit dem Spachtel recht gut abkratzen. Danach soll das ganze gut mit Wasser gereingt werden. Mit dem Hochdruckreiniger geht das am besten.
Das Gelcoat im Unterwassserbreich taugt nicht mehr. Offenbar hat einer der Vorbesitzer mal eine Osmose-”Sanierung” gemacht, indem die Bläschen geöffnet, überspachtelt und mit Antifouling abgedeckt wurden.
Aber ich hatte mir ohnehin vorgenommen den Unterwasserbereich mit Epoxy zu versiegeln.
Also Staubmaske auf und ran ans unvemeidliche Schleifen. Mit dem Excenterschleifer (40-Korn) geht es einigermaßen.
Auf der Steuerbordseite werden nach dem Abbeizen 2 schlecht reparierte Risse sichtbar. Müssen auf jeden richtig laminiert werden. Nach einer genaueren Untersuchung der Backbordseite finde ich auch hier am Bug fast spiegelbildlich den gleichen Riss. Ich vermute, dass die beiden von den Bugrollen des Trailers stammen. Da muss ich mir wohl noch etwas einfallen lassen.

Antifouliing abgebeizt und die beiden Risse mit Klebeband abgeklebt. Damit beim nachfolgenden Hochdruckreinigen das offene Laminat trocken bleibt.
Zum Laminieren habe ich die Lis auf den Kopf gestellt. Das Umdrehen schafft man sogar alleine. Nur um den Unterstellbock unter das Heck zu schieben, braucht man Hilfe.
Im Mai habe ich das Unterwasserschiff vollständig überarbeitet.
Nach dem Schleifen wurden 3 Schichten Epoxidharz aufgetragen, und die Unebenheiten mit angedicktem Epoxi gespachtelt. Dann wieder das unvermeidliche Schleifen. Die nächste Schicht war dann eine Epoxi-Grundierung.
Da ich kein Antifouling (Umweltschutz) einsetzen wollte, aber nach ganz schlechten Erfahrungen mit hartnäckiger Algenbildung am Brombachsee hatte, (wir hatte das Boot eines Freudes nur 6 Wochen im Wasser liegen und mußten danach 4 Stunden lang schrubben) – habe ich mich für die Haifischhaut von Vosschemie entschieden.
Übrigens: die Anleitung zum Untergrund beím EInsatz der Haifischhaut muss wirklich penibel beachtet werden. Da Zeug hält definitiv nur auf dem Epoxigrund.
Ich habe den Fehler gemacht, noch ca. 2 cm auf den Lack am Freibord aufzutragen. Wird definitiv nicht fest und haftet nicht. Daher der schwarze Streifen. Ich habe einfach den Übergang mit Tape abgeklebt. Ist zwar nichts für ewig, aber ich möchte das Boot auf jeden Fall vor Pfingsten noch zu Wasser lassen.
Die nächsten Arbeiten sind nun wieder an Deck und Kajüte. Dazu soll die Lis wieder auf den Trailer. Ich da ich weder Kran noch genügend kräftige Helfer zur Verfügung habe, wird das ganze mit Hilfe von 2 Balken und in der Höhe passender Böcke erfolgen. Das geht mit 2 Personen.
Leider habe ich versäumt noch weitere Bilder vom Umsetzen zu machen. Ich wollte halt einfach fertig werden.
Die Kajüte habe ich dann noch außen lackiert bevor ich mich an die Fenster dran gemacht habe.
Dann noch die Fenster einbauen, hatte ich ja vom Vorbesitzer bereits mitbekommen. Leider waren die beiden seitlichen Fenster zu klein für den Aussschnitt Also habe ich mir kurzerhand neue aus Plexiglas aus dem Baumarkt zugesägt. Allerdings ist kein braunes Glas zu kriegen, nun ist leider nur das Bugfenster schön braun getönt. Die beiden Seitlichen sind in Klarglas.
Und dann gings endlich aufs Wasser. Die restlichen Arbeiten müssen mindestes bis August oder September warten.







